Flackern bei A/B-Tests vermeiden
Wenn Besucher kurz die alte Version sehen, verfälscht das nicht nur den Eindruck, sondern auch das Ergebnis. Die Ursachen, und was dagegen hilft.
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Flackern, im Englischen „flicker“ oder FOOC, flash of original content, ist der kurze Moment, in dem die ursprüngliche Seite sichtbar ist, bevor die Variante greift. Es sieht unprofessionell aus und es kostet Aussagekraft.
Warum Flackern das Ergebnis verzerrt
Besucher in der Variante sehen zwei Zustände, Besucher im Original nur einen. Damit unterscheiden sich die Gruppen nicht mehr nur in der getesteten Änderung, sondern auch im Ladeerlebnis. Genau das wollte der Test ausschließen.
Die drei häufigsten Ursachen
- Das Skript wird zu spät geladen, etwa am Seitenende statt im Head, oder hinter einem Tag-Manager, der selbst erst laden muss.
- Die Konfiguration kommt über eine langsame Verbindung, weil sie von einer fremden Domain angefragt wird.
- Die Variante ändert erst nach einem Rendering-Durchgang, weil sie auf ein Element wartet, das ein Skript nachträglich einfügt.
Was hilft
- Snippet in den Head, nicht ans Seitenende, und nicht in einen Tag-Manager verschachteln.
- Auslieferung über die eigene Domain: weniger Verbindungsaufbau, seltener blockiert.
- Anti-Flicker-Option einschalten: Der betroffene Bereich bleibt kurz unsichtbar und wird nach einer festen Höchstzeit auf jeden Fall wieder angezeigt.
- Varianten auf CSS statt auf JavaScript aufbauen, wo es geht. CSS wirkt vor dem ersten Rendering.
- Auf stabile Anker zielen statt auf Elemente, die ein Skript erst nachliefert.
Prüfen statt hoffen
Teste die Variante einmal mit gedrosselter Verbindung in den Entwicklerwerkzeugen. Was bei schnellem Internet unsichtbar ist, dauert bei mobiler Verbindung deutlich länger, und genau dort entstehen die meisten Käufe.